Samstag, 28. Dezember 2013

Wie hat sich die Katze das beigebracht?


Auf Deutsch: ...ich mußte die Lampe mit dem Berührungsschalter ausstecken, weil diese kleine Intelligenzbestie in der Nacht immer die Lampe anmachte wenn sie Hunger hatte...
Wie hat sich die Katze das beigebracht?
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5.1.2014 Tricktraining und Dogdancing

EXTRA:
Tricktraining und Dogdancing
am Sonntag, 5.1.2014
9-12 Uhr
VHS Furtwangen Grießhaberstr.16
Für Anfänger und Fortgeschrittene
Basics - Trainingspläne und Begabungen von jedem Hund besprechen
Choreos im Internet anschauen und ausprobieren
Dieser Workshop wird in größeren Abständen angeboten um auf den Trainingsfortschritten aufzubauen.
Kosten 30 Euro inkl. Skript und Imbiss
Höchstens 6 Teilnehmer

4.1.2014 Schnüffelkurs Indoor

Schnüffelkurs "Indoor"
Samstag 4.1.2014
14-17 Uhr
VHS Furtwangen Grießhaberstr.19
Kosten 30 Euro inkl. Skript und Imbiss
Höchstens 6 Teilnehmer

Anmeldung: 0151-17320487

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Weihnachten für den Hund...

eine meiner Lieblingsseiten mit unglaublich vielen Ideen:
http://www.spass-mit-hund.de/tuerchen-04-heute-trickst-der-computer/
Das Buch: einfach Schnüffeln, Christine Sondermann
 
Und hier die Tierakademie Scheuerhof:
-das große Schnüffelbuch
-DVD Schnüffelstunde
und weitere...
 
wer das Training in der Praxis probieren möchte, einfach in die Kurse kommen :-)

Dienstag, 26. November 2013

Kind und Hund

so kann eine Begegnung für einen Hund mit einem Kind aussehen...

Abenteuerspaziergang 21.12. Fischerhof

Abenteuerspaziergang für alle die sich vor Weihnachten nochmal so richtig austoben wollen
Samstag, 21.Dezember Fischerhof
Kosten 10 Euro inkl. Imbiß
Bitte anmelden, damit genug für alle da ist
0151-17320487 oder franke-mail@web.de

Montag, 25. November 2013

artgerechte Pelztierhaltung-auch für Hunde...

Hier wird der Tagesablauf eines Fuchses beschrieben, so ähnlich hättens unsere Hunde auch gern...
(und natürlich kaufe ich keinen echten Pelz für meine Kleidung)
Quelle: Canisund
Posted: 24 Nov 2013 09:31 AM PST

Es gibt tatsächlich Menschen die behaupten, man könne Tiere, deren Pelze der Mensch für sich nutzen möchte, „artgerecht“ halten. Am besten kenne ich mich natürlich mit Hundeartigen aus, darum möchte ich einmal etwas vom natürlichen Leben eines Fuchses erzählen. Füchse sind für Hundeartige relativ häufig auf Achse. Sie schlagen selten große Beute wie etwa Wölfe, sondern ernähren sich von vielen kleinen Mahlzeiten am Tag. Das können kleine Säugetiere sein, aber auch Insekten oder auch pflanzliche Kost wie Beeren etc. Um Ihren Tagesbedarf an Nahrung zu decken durchwandern sie ihr Revier, täglich fünf bis sechs Stunden lang. Um ihre Beute und ihre Nahrung zu erhalten werden sie oft vor Probleme gestellt – Probleme die sie lösen müssen, die ihr Gehirn fordern. Bei aller Arbeit der Nahrungsbeschaffung regenerieren Füchse aber auch lang und ausgiebig – weit über 10 Tagesstunden werden in sicheren, abgeschlossenen Rückzugsorten (Höhlen, dichtes Gebüsch) ohne viele Außenreize verschlafen. Und, häufiger als man denkt, kommt es bei Füchsen auch zu sozialen Kontakten mit vertrauten, oft verwandten Artgenossen. Fremde Artgenossen werden allerdings meist gemieden oder vertrieben, bzw. der Versuch unternommen, sie zu vertreiben. Zur Sicherung des Territoriums, welches Überlebenswichtig ist. 5 bis 6 Stunden wandern und Probleme lösen, den Kopf anstrengen. Lange Zeit ausgiebig und ohne Belästigung ruhen, sowie ausgiebiges Sozialverhalten mit Artgenossen, die sich ein Individuum aussucht – oder ihnen auch aus dem Weg gehen kann. Das ist ein natürliches, ein artgerechtes Leben dieser Tierart. Wie bitte will man ein solches Leben einem Fuchs auf einer Pelzfarm bieten? Auf wenigen Quadratzentimetern in einem Käfig? Wie soll ein Fuchs dort sein auf Problemlösung ausgelegtes hochentwickeltes Säugetiergehirn beschäftigen? Mal mit einem Ball, welcher ihm lieblos in den Käfig geworfen wird?  Wie soll er mit hunderten weiterer Füchse und dem menschlichen Arbeitsbetrieb rundherum  seine ernsthaften Ruhephasen finden? Wie soll er in der Kiste seinen Bewegungsdrang, sein Bedürfnis nach langen Streifgängen ausleben? Geht mit jedem Fuchs ein Mitarbeiter 5 Stunden Gassi am Tag? Natürlich nicht – unter Artgerecht verstehen diese Pelzproduzenten einige Quadratzentimeter mehr Raum im Käfig, und mal einen Ball oder ein Spielzeug hineinwerfen. Das ist so, als wenn man eine Gefängniszelle für einen Menschen um einen Quadratmeter vergrößern würde und dem Insassen jeden Tag dasselbe Fernsehprogramm vorsetzen würde. Und der Fuchs „sitzt“ zudem noch vollkommen unschuldig in diesem Käfig. Es ist mir wirklich vollkommen unverständlich, wie ein halbwegs normaler Mensch auch nur im Ansatz auf die Idee kommen kann, man könne einem Fuchs ein „schönes“ oder nur im entferntesten der Art gerechtes leben in einem Käfig bieten. Dusselige Ausreden für ein blutiges Geschäft, welches nur dem Profit dient und mit keinerlei Notwendigkeit gerechtfertigt werden kann. Es geht nur um die Befriedigung von Eitelkeits- und Modebedürfnissen von Menschen. Von selbstsüchtigen Menschen ohne Herz und Mitgefühl.

Samstag, 23. November 2013

Mercedes-Benz TV-Spot "Chicken"


so kann man auch Hühner trainieren...viele Grüße an alle, die schon ein Trainingsmodul mit Hühnern in der Tierakademie absolviert haben!

Donnerstag, 21. November 2013

Abenteuerspaziergang 7.12. 10 Uhr Stöcklewald

Abenteuerspaziergang
Samstag, 7.12. 10-12 Uhr
Stöcklewald
Kosten 10 Euro inkl. Imbiß
Bitte anmelden, damit genug für alle da ist
0151-17320487 oder franke-mail@web.de
bei passender Schneelage bitte Schneeschuhe mitbringen ;-)

Abenteuerspaziergang 23.11. 14 Uhr Wolterdingen

Abenteuerspaziergang
Samstag, 23.11. 14 -16 Uhr
in Wolterdingen am Sportplatz.
Kosten 10 Euro inkl. Imbiß
Bitte anmelden, damit genug für alle da ist
0151-17320487 oder franke-mail@web.de

Marine Science Center in Rostock

http://www.marine-science-center.de/besuch-w%C3%A4hrend-der-%C3%B6ffnungszeiten.html

Hier wird mit Seehunden, Oktopussen und Fischen gearbeitet, man kann Videos anschauen.
Und man könnte Urlaub in Rostock machen und mal beim Training zuschauen.

Freitag, 27. September 2013

Urlaub Do 3.10.- So 6.10.

Ich bin vom Do 3.10.- So 6.10. in Köln trailen, bis den Hunden die Pfoten glühen...
Deshalb erst wieder Hundeschule am Mittwoch, 9. Oktober.
PS: ich hoffe alle machen ihre Hausaufgaben...

Donnerstag, 19. September 2013

Bubuko ca 1,5 Jahre

Bubuko ca 1,5 Jahre, freundlicher aktiver, intakter Rüde.
Lebt zur Zeit in einem griechischen Tierheim und sucht eine eigene Familie.
Infos bei Ria Pantali 0176-84371557

griechische Welpen

hier gibts süße griechische Welpen:
12 Wochen und kommen nächste Woche mit meiner Arbeitskollegin nach Furtwangen.
Infos bei: 0176-84371557 Ria Pantali

Bild der Aussie -Mix Hündin

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Mittwoch, 18. September 2013

Hundemädchen 12 Wochen sucht neuen Wirkungskreis

Hundemädchen, 12 Wochen Australien Shepherd-Großer Schweizer Hovawart Mix
Farbe grau braun weiß meliert und schwarze Punkte
in der Wohnung großgezogen
sehr lebhaft und intelligent
07706 - 919369 Herr Markus Supphans

Dienstag, 17. September 2013

Hundemantel

Heute war ich das erstemal in Versuchung meinen Hunden einen Mantel anzuziehen...
Damit die Wohnung sauber bleibt, wenn man von einer viertel Stunde Gassi klitschnass heimkommt und dann zwei Hunde wieder trockenbekommen muss, die auch noch in Mauselöchern gebuddelt haben und dreck-nass sind.

Montag, 2. September 2013

Familienhundeschule Herbst 2013

die Familienhundeschule geht weiter...
aber da ich im Oktober als Sozialpädagogin beim Internationalen Bund zu arbeiten anfange, ändern sich die Angebote der Hundeschule:

Mittwochs im Raum VS Mantrailing ab 11. September
"Spurensuche in der Stadt mit unseren Hunden",
jedes Hundeteam wird individuell nach Leistungsstand trainiert.
Trainingsorte werden jeweils bei Anmeldung bekanntgegeben
Gruppe 1 18:30-20 Uhr   pro Termin 10 Euro
Gruppe 2 20-21:30 Uhr  pro Termin 10 Euro
nächster Workshop mit Theorie:
26. Oktober 9-12 Uhr 25 Euro inkl. Skript und Frühstück

Donnerstags ab 19.September Hundeschule in der Reithalle auf dem Fischerhof
18 Uhr Gehorsam & Spass Welpen und Junghunde/Anfänger 10 Termine/ 100 Euro inkl. Skript
19 Uhr Gehorsam & Spass ältere Hunde/Fortgeschrittene 10 Termine/ 100 Euro inkl. Skript

Freitags ab 20. September in Furtwangen
Spaziergang Gruppe 1 15:30 Uhr 5 Euro/ Spaziergang
                     Gruppe 2 16:30 Uhr 5 Euro/ Spaziergang
Mantrailing 18 - 19:30 Uhr pro Termin 10 Euro
"Spurensuche in der Stadt mit unseren Hunden", 
jedes Hundeteam wird individuell nach Leistungsstand trainiert.
 
Abenteuerspaziergang im Raum VS
Samstag, 21. September 10 - 12 Uhr Schwarzwald Baar Center Schwenningen
10 Euro inkl. Spiele und Vesper
bitte anmelden!
(weitere Termins folgen)
 
Einzelstunden
-bieten sich an, wenn man intensiv an bestimmten Fragestellungen arbeiten möchte
-und wenn der Hund aufgrund seines Sozialverhaltens noch nicht mit anderen Hunden zusammen sein kann
-bei sehr reaktiven Hunden
 
Anmeldung:
Katja Franke
0151-17320487 oder per email familienhundeschule@web.de
beim erstenmal bitte Impfpass und Haftpflichtversicherungsnummer mitbringen
 
Viele Grüße und Knuffels an die Wuffels, Katja Franke, Hermes und Fea

Sonntag, 1. September 2013

Abenteuerspaziergang Mi 4.9. Fischerhof

Hallo,
und noch ein Abenteuerspaziergang
am Mittwoch, 4.9. um 19 bis 20:30 Uhr beim Fischerhof
Parken hinten am Waldrand (Kläranlage)
Kosten 7 Euro
Bitte anmelden: 0151-17320487

Freitag, 16. August 2013

Mi 21.8. Abenteuerspaziergang

 Am Mittwoch, 21.8.
19-20:30 Uhr
Abenteuerspaziergang im:
Wildigarten
Bertholdshöfe 3, 78052 Villingen-Schwenningen
Bitte anmelden, viele Grüße, Katja
PS: Wolterdingen letzte Woche war toll!

Freitag, 9. August 2013

Abenteuerspaziergang Mittwoch 14.August

am Mittwoch 14.8 gibts um 19 Uhr den nächsten Abenteuerspaziergang
in Wolterdingen beim Sportplatz.
Kosten 7 Euro, Dauer ca 1,5 Stunden
bitte unbedingt bis zum Nachmittag anmelden : 0151-17320487
(damit ich bei Gewitter absagen kann)

Abbruchsignale - ein Artikel


Foto: Eric Isselée
Oft wird bei Welpen kein Abbruchsignal gesetzt, weil das (später) unerwünschte Verhalten noch als „lieb“ gilt. Foto: Helga Drogies
„Seelchen-Typ“ Lillian verließ ihre Wolfs-Familie im Alter von etwa einem Jahr. Foto: Helga Drogies
Bloch: „Die Grundstimmung und sozioemotionale Gestimmtheit von Kanideneltern ist grundsätzlich freundlich und auf die Aufrechterhaltung von Gruppenharmonie ausgerichtet.“ Foto: Xaver Klaußner
Unerwünschtes Verhalten zu ignorieren hilft in den seltensten Fällen. Foto: Helga Drogies
Zähne zeigen. Foto: Helga Drogies
Ein Hund leidet nicht durch richtig gesetzte Abbruchsignale, sondern darunter, dass er von seinem Menschen im Unklaren gelassen wird. Foto: Conny Hagen

Abbruchsignale

Interview mit Sophie Strodtbeck & Günther Bloch

Während die einen überzeugt sind, dass Abbruchsignale das Vertrauen des ­Hundes in seinen Halter erschüttern, zeigen andere, dass sie eine normale Form der ­Kommunikation zwischen Hunden darstellen. Bedenkt man dieses Thema, wird man wohl auch auf den Charakter des Hundes eingehen müssen – Pauschal­lösungen gibt es keine, wie Günther Bloch sagt. Zudem geht es immer auch um die Art des Abbruchsignals. Das würde auch die Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern versachlichen. Günther Bloch und Sophie Strodtbeck sind WUFF-Lesern gut bekannt. Helga Drogies hat beide zum Thema interviewt.

Sozioemotionale Stabilität
H. Drogies: Wenn man über ­Grenzen-Setzen und Abbruch­signale in Kanidengesellschaften spricht, kommt oft der Einwand, Hunde seien keine Wölfe mehr und Menschen streng genommen gar keine Rudelführer. Was erwidert man dieser Kritik?
G.Bloch: „Benimmregeln" gelten für alle geselligen Lebewesen. Ansonsten lebt man solitär. Ja, ich bin leidenschaftlicher Kanidenbeobachter. Vor allem aber bin ich Mehrhundehalter. Und das alles seit Jahrzehnten. Wir Primaten erscheinen im Umgang mit unseren Vierbeinern oft tragisch-hilflos überfordert. Gestandene Wolfs- und Hundeeltern kennen derartige Probleme kaum. Sie wissen instinktiv, warum, wann und wie sie u.a. körper­betonte und nicht-köperbetonte ­Abbruchsignale vermitteln. ­Sozio­emotionale Stabilität fällt ja nicht vom Himmel. Welpen kann man – überspitzt formuliert – als Egoisten bezeichnen, die den Sinn und Zweck von gegenseitiger Rücksichtnahme und Hilfestellung sowie „Fair-Play" erst durch genaue Beobachtung, durch Nachahmung, Rollentausch und über fein aufeinander abgestimmtes Signalisieren und Angleichen unterschiedlicher Bedürfnisse lernen müssen. Jungkaniden sind wie Lehrlinge. Sie absolvieren eine Art „Studium". ­Abbruchsignale sind ein fester Bestandteil jeden sozialen Verständnisses. Wem die Möglichkeit verwehrt wird, Kommunikations-, Interaktions- und Spielrituale inklusive Unmutsbekundungen einüben und infolgedessen Beziehungen festigen zu können, verkommt zum bedauerns­werten „Asozialen". ­Punktuelles Grenzen-Setzen ver­hindert Hemmungslosigkeit, ver­meidet tiefgreifende Konflikte und ernste Auseinandersetzungen.
S. Strodtbeck: Zunächst einmal: wie gerade die Untersuchungen in der Budapester Forschungsgruppe um Prof. Adam Miklosi gezeigt haben, sind Hunde durch ihre Domestikation sehr gut in der Lage, den Menschen so sehr in ihr Sozialsystem einzubinden, dass die gleichen sozialen Mechanismen zwischen Mensch und Hund wie zwischen Hund und Hund gelten können. Ich möchte vor allem auf die Verantwortung des Halters in der Welpen- und Junghundezeit hinweisen: Wenn ein Hund in dieser Zeit lernt, dass er durch das Befolgen eines Abbruchsignals Stress vermeiden kann, stabilisiert sich sein Stressbewältigungssystem. Seine Hirnrinde und seine Nervenbahnung wird leistungsfähiger und er selber damit in Zukunft belastbarer und stressresistenter. Und das Schöne dabei ist, dass er diese Frustrationstoleranz auch verallgemeinert. Wer in der Welpen- und Junghundzeit gelernt hat, dass man nicht immer seinen eigenen Kopf durchsetzen muss, sondern gerade durch gezieltes „mal klein beigeben" auch den sozialen Frieden erhalten und sich damit ein ruhiges Leben verschaffen kann, wird auch in ganz anderen Konflikt- und Stresssituationen ruhig und ziel­gerichtet handeln. Leider wird vielen Hunden diese Frustrationstoleranz nicht beigebracht. Dabei ist seine Umwelt kontrollieren zu können ein Erfolg, der einem Recht gibt. Und man kann seinen Vorgesetzten wunderbar „kontrollieren", wenn man tut, was er von einem will. Dann hat man die Ruhe und er die Pflichten!
Hundehalter als „souveräner ­Gruppenleiter"?
H. Drogies: Aber liegt hier nicht der Knackpunkt? Als Hundehalter bekommt man doch allerorten den Begriff des „souveränen Gruppenleiters" um die Ohren gehauen, der ständig alles Unerwünschte aktiv ignoriert und körperbetonte Abbruchsignale nicht nötig hat.
G. Bloch: Ach was! In einundzwanzig Jahren Kanidenforschung habe ich weder bei Wolf noch Hund jemals Leittiere kennengelernt, die sich immer ausgeglichen und abgeklärt verhalten. Souveränes Auftreten ist kein Dauerzustand. Auch den ultimativ-gültigen Schnauzgriff oder das Umwerfen habe ich nie gesehen. Stattdessen notiere ich tagtäglich nuanciertes, interaktives Kommunikationsverhalten. Die Grundstimmung und sozioemotionale Gestimmtheit von Kanideneltern ist, wie ich schon erwähnte, grundsätzlich freundlich und auf die Aufrechterhaltung von Gruppenharmonie ausgerichtet. ­Dennoch kracht es gelegentlich. Schließlich ist die soziale Organisation von Kanidenfamilien ungemein dynamisch. Dass Leittiere den Lebenstakt ihrer sozialen Gruppe vorgeben, als charismatische Idolfiguren fungieren und oftmals „ihr Ding" durchziehen (was man offensichtlich neuerlich unter der Definition „aktives Ignorieren" subsummiert), habe ich erstmals 1992 publiziert. Das ist längst all­gemeingültiger Wissensstand.
Vielleicht sollten manche Hunde­trainer einmal konstruktive Neuvorschläge unterbreiten anstatt die Untersuchungsergebnisse von Anderen ohne Quellenangabe einfach hemmungslos abzuschreiben. Diesbezüglich sei aber jedem Hundehalter ans Herz gelegt, tunlichst auf längerfristiges Ignorieren zu verzichten. Das bedeutet für ein betroffenes Individuum sozioemotionale Isolation. So etwas Grausames tun wohl nur Menschen. Kaniden jedenfalls nicht. Deshalb orientiere ich mich ja weitestgehend an den wölfischen und hundlichen Grundmustern eines funktionalen Konfliktmanagements. Solange man mir nichts Gegenteiliges beweist, gehe ich jedenfalls unbeirrt davon aus, dass erwachsene Kaniden normalerweise wissen, was sie tun.
S. Strodtbeck: Zudem ist häufig unerwünschtes Verhalten durch die gleichzeitige Aktivierung von Selbstbelohnungssystemen im Gehirn gekennzeichnet. Ob es dabei um aktive Vorwärtsaggression, Jagen oder Zerstören von Gegenständen geht, die dabei beteiligten Botenstoffe wirken als Lernverstärker, ein Ignorieren durch den Menschen wird daran nichts ändern. Außerdem zeigen die statistischen Auswertungen der Kommunikationsvorgänge in den genannten Studien dass, wenn ein Abbruch- oder anderes Signal ignoriert wird, es eben durch Eskalation verstärkt wiederholt wird. Wenn der Adressat gar nicht reagiert, weiß man ja nicht, ob er einen überhaupt wahrgenommen hat. Also wird man deutlicher – bleibt einem ja nichts anderes übrig …
Positive Verstärkung und ­Abbruchsignale
H. Drogies: Kürzlich ­wurden Abbruchsignale in einem ­Internetforum mehr oder weniger mit roher Gewalt gleichgesetzt und alle Diskussionsteilnehmer dazu aufgerufen, Verzicht zu üben, um Haushunden unnötiges Leid zu ersparen. Als Alternative zur allgemeinen Hundebehandlung schlug man positive Motivation vor. Wie beurteilt Ihr dies?
G. Bloch: Ja, Ja, „Kampfhunde" sind generell böse, Aggression ist ausnahmslos negativ zu bewerten, alle Hundehalter wollen „Alphatiere" sein und jeglicher Gebrauch von Abbruchsignalen ist gewaltverherrlichend. Willkommen in der Welt der unausrottbaren Klischees! Das sind doch größtenteils nur Floskeln konsequenzloser Entrüstung, die sich in hektischen Zeiten zunehmender Naturentfremdung und gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit rein kaufmännisch betrachtet bestens verkaufen lassen.
Selbstverständlich leiden Hunde, die man als Mensch aggressiv-gestimmt, zu häufig und vor allem total unverhältnismäßig mit Abbruchsignalen konfrontiert. Wer wollte das ernsthaft bezweifeln? Auf der anderen Seite leiden auch alle Hunde, die man an die emotionale Kette legt, die man bis zur Unkenntlichkeit zu erschreckender Hilflosigkeit erzieht, die nie eigene Erfahrungen sammeln durften, wie mit Frustration umzugehen ist. Zum Alternativvorschlag „positive Motivation"? Dann muss es ja im Umkehrschluss auch negative Motivation geben. Wer’s glaubt!? Ich halte mich da lieber weiterhin an meinen eigenen Wahlspruch, den ich nachweislich seit 1977 vertrete: „So viel positive Verstärkung wie irgend möglich, so viel Abbruchsignale wie unbedingt nötig". Damit kann ich prima leben.
Bloch und Strodtbeck über ihre eigenen Hunde
H. Drogies: Wenn ich mir noch eine letzte Frage erlauben darf mit der Bitte um eine ehrliche Antwort: Wann und wie genau maßregelt Ihr Eure eigenen Hunde?
G. Bloch: Kein Problem. Ich bin sogar dankbar für die Frage, weil ich ja in manchen Kreisen als unverbesserlicher Hardliner gelte. Der Bloch-Hundehaushalt besteht zurzeit aus unserem fast neun Jahre alten, ­introvertierten, gegenüber allem Fremden sehr ­distanziert auftretenden Seelchen-Typ Raissa (kaukasische Owtscharka-Hündin) und dem fast drei Jahre alten, extrovertierten, alle Menschen und Artgenossen stürmisch be­grüßenden „Kontrolletti-Typ" Timber (westsibirischer Laika-Rüde). Unsere Madame kontrolliere ich eigentlich sehr gut mittels der Abbruchsignale „Feierabend jetzt" und/oder „Hände-Klatschen", wenn sie ihr majestätisch-­territoriales Auftreten ab und an maßlos übertreibt. Ansonsten ist ­Raissa ihrem Persönlichkeitstyp entsprechend zurückhaltend, besonnen und im Haus die Ruhe selbst.
Mit Wirbelwind und Kontrollfreak Timber sieht die ganze Sache naturgemäß völlig anders aus. Ihn muss ich mehrmals am Tag über das Bloch’sche Lieblings-Abbruchsignal „Spinnst du?" verbal zur Ordnung rufen, gelegentlich ins Fell zwicken oder mittels Zeige- und Mittelfinger in die Schulterpartie stoßen bzw. phasenweise regelrecht zur Ruhe zwingen, indem ich ihn strikt auf einen Liegeplatz verweise. ­Timber erinnert sich nämlich manchmal nur ungerne der Jahrtausende alten Kaniden­regel, dass ausgiebige In­aktivphasen zum seelischen Ausgleich unabdingbar sind. Das war’s. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
S. Strodtbeck: Das hängt, wie eben so schön von Günther erklärt, erst einmal davon ab, um welchen Hunde­typ/Hund, in welchem Alter und in welcher Lebenssituation es geht. Mit meinem hypersensiblen Chihuahua-Mix Piccolo gehe ich natürlich anders um als mit dem „sie hat es sicher nicht so gemeint-Beagle" Herrn Meier. Bei Piccolo reicht ein Blick oder ein an ihn adressiertes „Feierabend jetzt!", Herr Meier hingegen wird durchaus gelegentlich mal angerempelt, wenn er z.B. mal wieder meint, sich quer vor mir auf der Treppe positionieren, oder den anderen Dreien mit respekt­losen Rempeleien auf die Neven gehen zu müssen. Denn dass man alte ­Arthrose-geplagte Damen (damit meine ich die beiden Hündinnen, nicht mich!) genauso wenig über den ­Haufen rennt wie einen Zwerghund, muss auch ein Beagleschnösel lernen.
Die Hunde regeln hier viel unter­einander, oft mit deutlicher aggressiver Kommunikation, aber natürlich ohne Beschädigungen, denn sie haben eben alle gelernt, auf Abbrüche zu reagieren – manche schneller, bei manchen (einem!) dauert es eben manchmal etwas länger, bis auch er kapiert. Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass er hier schon einiges gelernt hat. Aber wenn es mir zu bunt/zu laut wird, greife ich ein. Und wie Timber leidet auch Meier an Alzheimer, wenn es um die Aktivitätsphasen geht, also ist auch hier öfter mal eine Zwangspause angesagt. Dafür ist mir dann der Rest der Meute dankbar. Günes, die alte Dame und ihres Zeichens Canis autisticus, ist die Meisterin der Bewegungseinschränkung, vor allem, wenn Hundebesuch da ist. Wenn sie es übertreibt, schlage ich sie in diesem Fall z.B. mit ihren eigenen Waffen und bedränge und fixiere auch sie, dann zieht sie Leine und lässt es gut sein.
Auf der anderen Seite sorge ich eben auch dafür, dass der Besuch sie in Ruhe lässt. Andra ist – obwohl auch Beagle – wesentlich leichter zu beeindrucken als Herr Meier, auch bei ihr reicht in der Regel ein deutliches „Schluss jetzt!". Alles in allem würde ich behaupten, dass wir trotz bunt gemischter Truppe und gelegent­lich nötiger Abbrüche ein recht harmo­nisches und vertrauensvolles (Zu­sammen-)Leben führen.
H. Drogies: Vielen Dank für das offene und äußerst informative Gespräch.


Literaturquellen und Hinweise:
  • Bloch, G. & Radinger, E. H. (2010): Wölfisch für Hundehalter, Kosmos.
  • Bloch, G. & Radinger, E. H. (2012): Affe trifft Wolf, Kosmos.
  • Gansloßer, U. (2007) Verhaltensbiologie für Hundehalter. Kosmos.
  • Strodtbeck, S. (2011) Kein Häuptling ohne Indianer – die Sache mit der Dominanz. Hundemagazin WUFFwww.gesunde-hunde-shop.de

Die mit Helga Drogies gekennzeichneten Fotos stammen aus dem Buch G. Bloch, E.H. Radinger, „Affe trifft Wolf", Kosmos, 2012. Diese Bilder und andere Aufnahmen der von G. Bloch begleiteten „Pipestone-Wolfsfamilie" sind in Form eines Kalenders erhältlich bei:
www.gesunde-hunde-shop.de



Günther Bloch, Foto: Ulla Bergob
Sophie Strodtbeck, Foto: Sarah Elstner

Who is who...

Günther Bloch: Der Begründer des 1977 eröffneten Canidenverhaltenszentrums Hunde-Farm „Eifel" ist Autor von neun Fachbüchern über Wolfs- und Hundeverhalten und führt seit 1992 bis heute im Rahmen seiner „Bow Valley Wolf Behaviour Observations" Langzeitbeobachtungen an frei lebenden Timberwölfen durch. Seit Ende 2010 lebt Bloch mit Frau Karin und seinen Hunden in Kanada. Wolfspatenschaften und Kontakt:
www.hundefarm-eifel.de
canidexpert@aol.com

Sophie ­Strodtbeckist Tierärztin mit einer weitgehend an der angewandten Verhaltensbiologie und Soziobiologie orientierten Arbeitsweise der Verhaltensmedizin. Sie ist sehr erfolgreich als Beraterin, Autorin und Vortragsreferentin tätig, wobei die Sichtweise des Hundes und seiner Anpassungsfähigkeit als Gesamtlebewesen, und nicht eine auf punktuelle Einzelprobleme und deren kurzfristige Therapierbarkeit ausgerichtete Vorgehensweise angewandt wird. Zusammen mit PD Dr. Udo Gansloßer betreibt sie das Beratungsangebot Einzelfelle (www.einzelfelle.de) für Haus- und Heimtierhalter/innen.
 

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Autor dieses Artikels:

Helga Drogies

Helga Drogies ist überzeugte ­Halterin von drei Akita Inu, Inhaberin des „Gesunde-Hunde-Shops" und konnte sich im November 2011 im Banff National Park als ­Augenzeuge selbst davon überzeugen, dass ­Abbruchsignale kein Teufelswerkzeug sind.
Kontakt:
www.gesunde-hunde-shop.de
info@gesunde-hunde-shop.de

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Mittwoch, 7. August 2013

Abenteuerspaziergang Mi 7.August

Abenteuerspaziergang am Mittwoch 7.August um 17 Uhr treffen wir uns am Tierheim Donaueschingen um für 1,5 Stunden mit den Hunden zu laufen und kleine Abenteuerübungen zu machen.
Kosten 7 Euro