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Freitag, 17. Mai 2024

passen der Hund und ich zusammen?

- kann ich den Hund im Alltag an der Leine festhalten, egal was passiert?

- ist meine Reaktionsfähigkeit so schnell wie die vom Hund?

- möchte ich meinen Alltag für den Hund einschränken, damit es dem Hund gut geht?

- habe ich genug Geld für den Tierarzt?

- habe ich genug Geld für Hundetraining wenn ich es brauche?

- ist meine Familie und meine Freunde mit dem Hund einverstanden?

(und haben keine Angst vor ihm?) 

- darf und kann man Hunde in meiner Wohnung halten?

- wer kümmert sich um den Hund wenn ich von jetzt auf nachher ausfalle (Krankheit, Unfall) und könnte ich eine Hundepension bezahlen?

7 Gründe warum Sie keinen Hund nehmen sollten

 1. Sie sind nicht genug zu Hause, um sich um einen Hund zu kümmern

- lange Arbeitszeiten
- viele Urlaubsreisen - ohne Hund
- viele Privattermine - ohne Hund

2. Jemand in der Familie hat eine Tíerhaarallergie

3. Sie wollen unbedingt einen süßen Welpen

- die bleiben nicht klein
- Welpen beißen und machen alles kaputt
- Welpen sind noch nicht stubenrein

4. Ihre Finanzen lassen es nicht zu

- Kaufpreis
- Hundesteuer
- Tierarzt - Impfungen
- Haftpflichtversicherung
- gutes Hundefutter
- Leine, Geschirr, Halsband, Hundeschlafplatz
- Hundeschule

5.Sie lieben ein sehr sauberes zu Hause

- Hundehaare
- Hundesabber
- Dreck vom Gassigehen

bedeutet sehr viel mehr Putzen

6. Sie denken die Kinder machen die ganze Arbeit?

- das tun sie nicht
- ein Erwachsener hat die rechtliche Verantwortung für den Hund

7. Sie sind nicht an einem Punkt in Ihrem Leben, an dem Sie sich für die nächsten Jahre verpflichten möchten

Dienstag, 3. Dezember 2019

Merkmale eines guten Trainings

https://www.meinbesterbegleiter.com/workshop-clickertraining-3?cid=cb0b56e0-dc2a-4f0a-ab42-79def9c3c55f

von Simone Fasel und Nadine Heli

"Aufbau von Verstärkern ist Aufbau von Beziehung"

1. Mit positiver Verstärkung trainieren um positive Gefühle im Training zu haben

2. Verstärker aufbauen, wirksam halten und richtig einsetzen

3. probiert immer seinem Tier die Kontrolle über die Umwelt zu geben
    Hund kann als Lösungsstrategie aktiv ein Verhalten zeigen

4. Trainingspläne erstellen, guten Trainingsplan finden

5. übernimmt die Verantwortung für das Verhalten des Tieres,
der Trainer verändert sein Verhalten, so dass das Tier sein Verhalten ändern kann

6. Handwerkliche Fähigkeiten, gute Beobachtungsgabe, gutes Timing
zum Beispiel: Leckerchen soll in der Hundeschnauze landen und nicht auf dem Boden

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Trainingstechnik kontra Emotionen

Nur mal so kurz ein paar Gedanken:

ich liebe meine Hunde und will nur das Beste für sie...
Ich will eine tolle Beziehung mit ihnen haben....
und natürlich habe ich nur die besten Gefühle für sie...

Aber, so mal als Vergleich:
Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe, dann hoffe ich,dass mein Lieblingsmechaniker seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt, dass er mein Auto natürlich mit Liebe repariert und wieder funktionsfähig macht...
Aber hoffentlich kennt er sich auch mit der Technik aus, weiss, an welchen Schrauben er zu drehen hat und welche Öle und Schmiermittel mein Auto verträgt.

Deshalb finde ich, sind wir es unseren Hunden schuldig, auch ihre "Technik" zu kennen!
Wie funktionieren ihre Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und ihr Stoffwechsel?
Wie funktioniert ihr Verhalten?

So dass ich mit der bestmöglichen Technik imstande bin eine Lebensgemeinschaft mit meinen Hunden zu gestalten.
Sowohl für den Hund, als auch für den Mensch!
PS: der Hund hat dabei leider keine Entscheidungsfreiheit.
Ich habe ihn gekauft und er muss bei mir leben.


Donnerstag, 5. September 2019

Dankbarkeitstagebuch im Hundetraining


Heute endlich ein trüber Regentag....
Zeit um bei einer heissen Tasse Tee mal die Gedanken schweifen zu lassen....

Hunde und Emotionen, das liest man jetzt öfter in der entsprechenden Literatur.
Hunde reagieren auf menschliche Emotionen. So neu ist das jetzt auch nicht.
Aber habe ich immer Freude mit meinem Hund, bin ich nicht auch mal frustriert, weils immer noch nicht klappt, verärgert, weil ers einfach nicht kapieren will.
Oder hab ich heute einfach keine Lust auf dreimal Gassi?
Wie wärs mit einem Trainingstagebuch für erfüllbare Trainingspläne in Kombination mit dem Dankbarkeitstagebuch?


https://dog-journal.de/was-soll-ich-in-mein-dankbarkeitstagebuch-schreiben/

Am ersten Tag: “Heute beginne ich mit meinem Dankbarkeitstagebuch! Die tägliche Dankbarkeit wird mein Leben in neuem Glanz erstrahlen lassen und ich werde endlich glücklicher!”
Am zweiten Tag: “Für die liebe Sonne bin ich dankbar… und für mein Bett.”
Und dann am dritten Tag: “Ich bin immer noch dankbar für die Sonnenstrahlen.”
Ein paar Tage später…: “Ich sollte mal wieder in mein Dankbarkeitstagebuch schreiben… .”
Kommt dir das bekannt vor? Oder befürchtest du vielleicht schon, dass dein Dankbarkeitstagebuch einstauben wird, so wie die Karte für das Fitnessstudio und die Anleitung, wie du Brot selbst backen kannst? Keine Sorge, um Dankbarkeit in deinen Alltag zu integrieren, musst du nicht jeden Tag aufs Neue deinen inneren Schweinehund überwinden. Mit diesen vier Fragen füllst du dein Tagebuch ganz entspannt nebenbei und schaffst es, dein neues Ritual in dein Leben zu integrieren.
“Verwandle deine Erwartung in Wertschätzung und die Welt ändert sich so gleich.” Anthony Robbins

Dankbarkeit ist nicht gleich Dankbarkeit.

Studien haben nachgewiesen, dass Dankbarkeit das Wohlbefinden steigert und sich positiv auf viele verschiedene Lebensbereiche auswirkt. Wenn du aber nur fix aufschreibst, dass du dankbar für das Wetter, deine Partner*in oder das neue Handy bist, passiert erstmal nicht viel. Diese Form der Wertschätzung ist sehr oberflächlich und allgemein gehalten. Damit ein Dankbarkeitsritual funktioniert, braucht es mehr Tiefe. Diese Tiefe sorgt dafür, dass die positiven Emotionen sich verankern und du tatsächlich glücklicher wirst.

Geh ins Detail!

Die Kategorien Wetter oder materielle Dinge sind nicht per se falsch. Werde konkreter, um die tatsächliche Emotion, die du damit verbindest, zu spüren.
Hier ein Beispiel: “Ich bin dankbar für Peter.” Nun überlege, was genau du an Peter so sehr schätzt. Vielleicht ist er ein besonders guter Zuhörer oder hat dir letzte Woche geholfen, dein Fahrrad zu reparieren. Vielleicht ist er ein großes Vorbild für dich, weil er sich für den Tierschutz einsetzt oder weil er andere Menschen zum Lachen bringt. Welches Bedürfnis hat Peter in dir gestillt? In jedem von uns schlummern Bedürfnisse, wie zum Beispiel das Bedürfnis nach Verbindung, nach Autonomie oder nach Sicherheit. Was genau hat Peter getan, um dieses Bedürfnis in dir zu stillen?

Weniger ist mehr!

Statt eine Seite in deinem Tagebuch mit möglichst vielen verschiedenen Dingen zu füllen, lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen. Wähle eine spezifische Kategorie und notiere nur Dinge, die zu dieser Kategorie gehören. Theoretisch könnte das auch die Kategorie “Lieblingssocken” sein. Wir haben uns Kategorien überlegt, die etwas ergiebiger sind (Außer du hast eine Sockensammelleidenschaft). Bei uns sorgen diese Anregungen dafür, dass uns schnell Dinge einfallen, für die wir dankbar sind. Dadurch, dass die Dinge sehr spezifisch sind, ist die damit verbundene Emotion sofort präsent (Ja, ich liebe meine Regenbogensocken, die Socken mit den Hunden drauf und die geringelten Kuschelsocken sehr!)

Unsere Lieblingskategorien

Diese Kategorien helfen uns, wenn wir uns fragen: Was soll ich in mein Dankbarkeitstagebuch schreiben?

1. Beziehungen

Beziehungen machen unser Leben bunter! Unsere Familie, Freunde, Arbeitskolleg*innen und viele mehr begegnen uns täglich. Manchmal reicht schon das Lächeln einer fremden Person, um ein warmes Gefühl im Herzen hervorzurufen. Mit diesen Fragen werden dir viele Dinge wieder einfallen, die du vielleicht schon wieder vergessen hast:
  1. Für welche Freundschaft aus der Schulzeit bist du dankbar?
  2. Welche Eigenschaft einer bestimmten Person bewunderst du?
  3. Welche positive Eigenschaft hast du deinen Eltern zu verdanken?
  4. Was schätzt du am meisten an deiner Partner*in?
  5. Welche Kolleg*in hat eine Eigenschaft, die du besonders schätzt?
  6. Hast du ein Vorbild? Was schätzt du an ihr/ihm?
All diese Fragen kannst du beliebig erweitern mit: Warum? Inwiefern? Was genau?
“Was in den Herzen anderer von uns lebt, ist unser wahrstes und tiefstes Selbst.” Johann Gottfried von Herder

2. Gegenwart und Zukunft

Neulich berichtete eine Kundin, dass sie “Ich bin froh, wenn die Arbeit endlich vorbei ist!” in ihr Dog Journal schrieb und wollte wissen, ob das okay sei. Natürlich ist das okay. Auch der blödeste Tag hat ein Licht am Ende des Tunnels. Ich würde es etwas positiver formulieren: “Ich freue mich auf den Feierabend!” Auch hier kannst du wieder viel mehr ins Details gehen: Wo? Mit Wem? Warum?
Folgende Fragen helfen dir dankbar auf deine Gegenwart und Zukunft zu blicken:
  1. Worauf freue ich mich heute am meisten?
  2. Was sorgt dafür, dass ich mich wohl fühle?
  3. Welche Freiheiten bietet mein Leben, für die ich dankbar bin?
  4. Für welchen körperlichen/gesundheitlichen Aspekt bin ich dankbar?
  5. Was ist mein Lieblingsort?
  6. Welchen Moment in der Zukunft werde ich so richtig genießen?
Lesetipp: 15 Strategien, um schlechte Tage zu meistern

3. Die Vergangenheit

Wahrscheinlich weißt du noch ziemlich genau, wann dir das letzte mal ein Mißgeschick passiert ist, wann das letzte mal jemand unfreundlich zu dir war oder wann du den letzten Rückschlag erlebt hast. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wann das letzte mal ein riesiger, unangeleinter Hund auf die Jungs und mich zukam und mir kurz das Herz in die Hose rutschte. Schnell erinnern wir uns an negative Ereignisse aus der Vergangenheit. Evolutionär gesehen hat das einen wichtigen Zweck: Wir können negative Ereignisse in der Zukunft besser vermeiden. Für unsere Vorfahren war das super – sie mussten vor wilden Tieren fliehen und ums Überleben kämpfen. Da uns schon lange kein Löwe mehr verfolgt, können wir heute den Fokus auf das Negative drastisch minimieren! Wenn wir uns an die positiven Dinge erinnern, steigern wir unser Wohlgefühl und können die Motivation und Energie genießen, die damit einhergeht.
Stell dir diese Fragen, um die Vergangenheit wertzuschätzen:
  1. Welche Aussicht oder Sehenswürdigkeit hat mich am meisten beeindruckt?
  2. Welche Mahlzeit hat eine Geschmacksexplosion bei mir ausgelöst?
  3. Welches Erlebnis hat mich besonders gestärkt?
  4. Was war mein Lieblingsmoment in der letzten Woche?
  5. Welche Hürde musste ich nehmen und bin stolz, dass ich es geschafft habe?
  6. Für welche gesellschaftliche Entwicklung bin ich dankbar, da sie mein heutiges Leben ermöglicht?

Unsere Favoriten

Wenn du einmal damit begonnen hast, diese Kategorien als Inspiration zu nutzen, werden dir bald eigene Themengebiete einfallen. Hier noch ein paar unserer Favoriten:
  1. Welcher Gegenstand macht mich glücklich?
  2. Was schätze ich an meiner Heimat?
  3. Welcher Musiker/welche Band berührt mich?
  4. Was ist mein Lieblingskleidungsstück?
  5. Was gibt mir Sicherheit?
  6. Welcher Wunsch hat sich für mich erfüllt?

Warum soll ich das jetzt jeden Morgen und Abend tun?

Für uns und die meisten Dankbarkeitsfreund*innen hat sich das Dankbarkeitsritual am Morgen und am Abend bewährt. Am Morgen ist der Kopf frisch und die Gedanken wollen für den Tag geordnet werden. Kennst du dieses Gefühl, wenn du morgens aufwachst und alles fühlt sich einfach genau richtig an? Genau das empfinde ich, wenn ich mir morgens fünf Minuten Zeit für die schönen Dinge nehme. Mit diesem Gefühl in den Tag zu starten, ist die perfekte Voraussetzung für einen Tag voller Energie und Freude.
Abends möchte ich den Tag positiv abschließen, egal wie gut oder schlecht er war. Dieses Ritual verhindert das Gedankenkarussell, welches mich früher oft wachgehalten hat. Meistens bin ich überrascht über die vielen tollen Dinge, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Manchmal weiß ich aber schon ganz genau, was ich aufschreiben will, weil ich tagsüber schon wusste “Das muss in mein Dog Journal!” Statt ewig am Handy zu hängen, beende ich mit meiner Dankbarkeitsroutine den Tag und investiere diese Zeit in mein Wohlbefinden.
“Veränderung findet nur durch Handlung statt.” Dalai Lama

Du kannst jederzeit (wieder) loslegen!

Wenn du schon ein Dankbarkeitstagebuch hast und es mittlerweile etwas eingestaubt ist, verzeihe dir selbst und ärgere dich nicht. Nimm diesen Moment zum Anlass, etwas zu verändern. Fang nochmal neu an. Mit ziemlicher Sicherheit musst du nur eine Sache verändern, um wieder erfolgreich durchzustarten: Lege es an einen anderen Ort, verändere eine Kategorie im Buch oder gestalte es mit Fotos und Bildern, die dich glücklich machen. Und vor allem beginne damit innerhalb der nächsten 72 Stunden. Wenn du wirklich wieder einsteigen willst, dann lege los und überlege dir, was dir dabei helfen kann. Wenn du damit länger als 72 Stunden wartest, wirst du nicht mehr daran denken.
Wenn du noch nie ein Dankbarkeitstagebuch geführt hast, mach dir den Einstieg leicht. Du kannst einen Zettel nutzen, deinen Planer, eine App oder ein einfaches Notizbuch. Fang einfach heute an und schreib drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Lege die Liste an einen Ort, an dem es dir leicht fallen wird, fünf Minuten Zeit in dein Wohlbefinden zu investieren. Integriere es in deinen Alltag. Ich führe mein Dankbarkeitstagebuch immer nach dem Zähneputzen.

Wenn du dir ein Dankbarkeitstagebuch wünschst, das deinen Fokus auf das positive richtet und gleichzeitig eine schöne Erinnerung schafft, findest du hier weitere Informationen zu unserem Dog Journal – Das Dankbarkeitstagebuch für Hundehalter*innen: dog-journal.de

Donnerstag, 28. März 2019

Dokumentieren ist Lernen

Dokumentieren ist Lernen
da muss man mal kurz drüber nachdenken...

dazu passt auch folgendes Zitat:

Wenn Du immer wieder das tust, was Du immer schon getan hast,
dann wirst Du immer wieder das bekommen,
was Du immer schon bekommen hast.
Wenn Du etwas Anderes haben willst,
musst Du etwas Anderes tun!
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes,
statt mehr vom gleichen Falschen!
Paul Watzlawick

Um wahrzunehmen, dass man immer das Gleiche tut, kann dokumentieren helfen.
Egal ob mit Papier und Stift oder mit filmen, etc.
Dann muss man sich die Zeit nehmen, das ganze nochmal anzuschauen und zu reflektieren.
Und dann muss man eventuell über seinen Schatten springen und etwas ganz anderes tun...

Samstag, 29. Dezember 2018

Link zum Tierschutzgesetz

http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/

Auswirkung von Lob und Strafe in der Ausbildung auf die Leistung

Zusammenfassung eines Artikels von Leopold Slotta - Bachmayr
erschienen in Der Familienhund 01/2018

Slotta - Bachmayr hat anhand von Diensthunden der Polizei die Auswirkung von Lob und Strafe auf die Prüfungsergebnisse in Gehorsam und Suche ausgewertet.
Als Stresssignal hat er die Beschwichtigungssignale (nach Turid Rugass) anhand von Videos ausgewertet.
Er wertete die Videos nach Schlecken über die Schnauze, Gähnen, Schnüffeln am Boden, hektisches Hin-und Herschauen, Pfote heben aus.
Hunde die weniger bestraft wurden zeigten weniger Stresssingnale und erbrachten schnellere und bessere Prüfungsergebnisse.
Hunde die bestraft wurden und danach gelobt wurden zeigten gleich schlechte Ergebnisse.
Hundeführer die ihre Hunde im Training straften, straften auch in der Prüfung.
Hundeführer, die ihre Hunde im Training lobten, lobten auch in der Prüfung.
Was als Lob oder Strafe gewertet wird zeigen die Hunde anhand ihrer Reaktionen.


Dienstag, 17. April 2018

Artikel zu Impulskontrolltraining

http://www.doggish-hundetraining.de/impulskontrolle-wenn-die-geduld-am-ende-ist#more-5024



Impulskontrolle – wenn die Geduld am Ende ist


Impulskontrolle ist momentan wohl das Wort schlechthin. Immer wieder wird beim Training, in Büchern oder Artikeln von Impulskontrolle gesprochen. Trainingsvorschläge werden gegeben und der Hund muss sich fleißig kontrollieren üben. Egal ob am Futter, am Spielzeug oder an sich bewegenden Objekten…Das Problem bei der Sache ist allerdings… Impulskontrolle ist endlich!

Andauernd müssen sich unsere Hunde beherrschen: Ruhig halten, wenn wir ihnen das Geschirr oder Halsband anlegen obwohl sie doch sooo gerne raus möchten – vor dem Fressnapf verharren bis eeeendlich das Freizeichen kommt – nicht vor Freude hochspringen, wenn sie jemand Bekannten auf der Straße treffen – nicht in die Leine rennen, wenn ein Hundekumpel entgegen kommt   usw. Ja auch das erfordert alles eine Kontrolle der Impulse. Dafür muss eine innere Bremse antrainiert werden. Spontane Reaktionen auf Reize soll der Hund unterdrücken und lernt bestenfalls alternatives Verhalten auszuführen.
Was für uns Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, ist für viele Hunde ein sehr anstrengender Lernprozess. Und umso öfter sie sich zurück nehmen müssen, umso schwieriger wird es. Folgender Vergleich:
Ihr wollt morgens ins Büro und das Auto springt nicht an. Gerne würdet ihr fluchen, aber ok. Schnell den Nachbarn gefragt, der beim Überbrücken hilft. Endlich! Ihr fahrt los und gleich an der ersten Kreuzung schneidet euch ein anderes Fahrzeug! “Mistkerl”, denkt ihr und eure gute Laune ist fast schon den Bach runter. Im Büro angekommen stehen schon zwei Kollegen am Platz die etwas Dringendes von euch wollen. Gerne würdet ihr sie weg schicken, aber nein, ihr nehmt euch zusammen und helft. Euer Chef schmeißt euch im Vorbeigehen irgendwelche Hieroglyphen auf den Tisch, die er als Protokoll bis in einer Stunde abgetippt haben möchte. Und was ist heute mit dem Telefon los? Andauernd klingelt es und unterbricht eure Arbeit. Endlich Feierabend. Ihr kommt zum Auto und – ein Kratzer. Ihr würdet gerne Schreien. Eure Geduld ist wirklich am Ende. Daheim angekommen versucht ihr runter zu kommen und setzt euch erst einmal hin. Da kommt euer Partner zur Tür herein und fragt, warum ihr denn das Essen noch gar nicht gemacht habt… sooooo, wer würde hier noch ruhig bleiben.
Genau das verlangen wir aber von unseren Hunden! Allerdings ist es mit der Impulskontrolle wie mit einem Akku – umso öfter man ihn verwendet – umso öfter man die Kontrolle abfragt, umso leerer wird der Speicher. Wie in dem o. g. Beispiel.
Es ist durchaus sinnvoll Impulskontrolle zu üben, allerdings nur, wenn die Übung im Alltag zielführend ist, sprich: Kein Impulskontrolltraining nur um des Trainingswillen. Zwischen den Übungseinheiten sollten, je nach Schwierigkeitsgrad, teilweise sogar Tage liegen. Im Alltag wird so viel abgefragt, dass es passieren kann, dass nach einem übungsreichen Tag der Hund sich in den einfachsten Situationen nicht mehr zurücknehmen kann. Vollkommen normal, aber man sollte es wissen! Wird Impulskontrolle generell sehr oft abgefrag und vielleicht noch mit Hemmung gearbeitet, kann es sein, dass der Hund durch den erhöhten Stresspegel durchaus zu Aggressionen neigt bzw. anders reagiert als wenn er entspannt wäre. (Denkt an das Beispiel)
Wie gut ein Hund sich im Griff hat, hängt von vielen Faktoren ab. Wie bei uns Menschen verfügt auch jeder Hund über eine unterschiedlich gute Impulskontrolle bzw. “Geduld”. Neben Alter und Charakter kann natürlich entsprechendes Training hilfreich sein. Der Hund sollte dabei nicht überfordert werden. Kleine Schritte führen wesentlich eher zum Erfolg! Es sollten entsprechende Pausen eingehalten werden und dem Hund damit die Möglichkeit gegeben werden, den Stresspegel wieder zu senken, den Akku aufzuladen, um bestmöglich Lernen zu können.

Montag, 27. Februar 2017

Leckerchen oder Strafe?

Ich habe gerade noch ein weiteres gutes Argument für den Gebrauch von Belohnung - Leckerchen in der Hundeausbildung gefunden:
Strafe - wie Anschreien, Leinenruck, Wassersprühflasche  funktioniert- aber nur die ersten paar Mal, dann gewöhnt sich der Hund an die Strafe. Und der Mensch versucht fiesere Arten von Bestrafung zu erfinden....
Aber über Leckerchen ( Lob, Streicheln, Bällchen) freut sich der Hund an jedem Tag neu!

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Sylvester - Alptraum für Hunde...

von einer meiner Lieblingsseiten www.spass-mit-hund.de

Vorbeugen ist besser als heilen: Tipps für jederhund

Ihr Hund hat bislang keine Angst vor der Knallerei? Das ist hervorragend. Schon mit wenig Aufwand können Sie dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Sie wissen noch nicht, wie Ihr Hund reagiert, weil Ihr Hund das erste Mal Silvester bei Ihnen erlebt? Dann warten Sie nicht darauf, dass das sprichwörtliche Kind in den Brunnen fällt, sondern sorgen Sie vor. Nach dem Motto „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck“ haben Sie es in der Hand, dass Ihrem Hund Silvester in guter Erinnerung bleibt und er es – jetzt und künftig – angstfrei übersteht. Und wenn Ihr Hund Angst hat? Die Basistipps sind auch gut für ihn – und zusätzlich finden Sie weiter unten Spezialtipps für Angsthunde.

…an den Tagen vor und nach Silvester

  • birte-schnueffeln-schneeLassen Sie Ihren Hund beim Spaziergang sicherheitshalber an der Leine und sichern Sie ihn besonders gut. Wählen Sie Spaziergehzeiten und –orte, die weitgehend knallfrei sind. Vorsicht auch mit offenen Haustüren, Gartentoren etc.: Auch ein bislang furchtloser Hund könnte sich plötzlich erschrecken und in Panik fliehen, wenn direkt in seiner Nähe ein Knaller losgeht.
  • Wenn Ihr Hund an den „Knalltagen“ (natürlich niemals in der Silvesternacht, siehe unten) alleine bleiben muss und bei Ihnen viel geknallt wird: Ein eingeschaltetes Radio hilft dabei, das gelegentliche Knallen draußen zu dämpfen (das gilt natürlich auch für die Zeiten, in denen Ihr Hund nicht allein ist).
  • Wenn es knallt und Ihr Hund merkt auf, dann tun Sie erfreut, signalisieren Sie „Alles prima!“ und lassen ein Leckerchen springen. Ihr Hund verknüpft so, dass es sogar nett sein kann, wenn es ab und an mal knallt.

…in der Silvesternacht, um Mitternacht

  • birte-puppy-kong… lassen Sie Ihren Hund natürlich niemals alleine …
  • … und nehmen ihn auch nicht zum Feuerwerk mit auf die Straße! Stattdessen bleibt jemand im Haus und kümmert sich um ihn.
  • Während es draußen böllert, zischt und pfeift, darf es drinnen Leckerchen regnen – je lauter, desto mehr. Sie dürfen dabei ruhig schwerere Geschütze wie z.B. Fleischwurststückchen auffahren. Kauen und schlucken beruhigt – und attraktive Leckerbissen helfen dabei, Irritation, Skepsis und Angst möglichst lange in Schach zu halten. Sorgen Sie im Zweifelsfall dafür, dass Ihr Hund während des gesamten Feuerwerks ständig mit Suchen und Sammeln beschäftigt ist.
  • Weil Denken vor Panik schützt (das kommt daher, dass das Gehirn nicht gleichzeitig logisch denken und stark emotional reagieren kann), darf Ihr Hund auch gerne seine Lieblingsspiele spielen oder Lieblingstricks zeigen, während draußen das Feuerwerk hochgeht. Wenn Sie dabei demonstrativ bester Stimmung sind und dazu noch äußerst spendabel mit gutem Futter, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Hund die Zeit des Feuerwerks gut übersteht und keine Ängste entwickelt.
  • Ein laufendes Radio oder Fernsehen und ggf. auch heruntergelassene Rolladen helfen dabei, die Reize von außen zu mildern.

ZUSATZTIPPS FÜR ANGSTHÄSCHEN

Zunächst ganz wichtig: Nehmen Sie die Ängste Ihres Hundes ernst! Angst fühlt sich für Hunde genau so schrecklich an wie für uns Menschen. Tun Sie alles, was Ihrem Hund hilft, sich besser zu fühlen! Erfahrungsgemäß kann Folgendes dabei helfen:

Sofortmaßnahmen

  • birte-knepigWenn Ihr Hund sich gerne zurückziehen möchte, dann geben Sie ihm Zugang zu seinem Lieblingsort: ob das im Keller, unter dem Bett oder sogar unter der Bettdecke ist.
  • Wenn der Hund Ihre Nähe sucht, dann geben Sie ihm die Zuwendung und den Schutz, den er haben möchte. Es kursieren immer noch Gerüchte, man dürfe den Hund nicht trösten und man müsse seine Angst ignorieren, um die Angst nicht noch zu verstärken. Das weiß man inzwischen besser: Unter der Voraussetzung, dass Sie selbst gelassen und optimistisch dabei bleiben, tut Ihrem Hund Ihre Nähe und Zuwendung sogar sehr gut – und Sie werden für ihn zum Fels in der Brandung. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, hier zwei interessante Artikel zum Thema:

Montag, 7. November 2016

Montag, 17. Oktober 2016

(Ess-) Gewohnheiten ändern...

Hier mal menschliche Trainingspläne, die mit Management-Locken-und Formen arbeiten....und neue Verhaltensverknüpfungen aufbauen. 
Nicht nur Hunde können was lernen und Verhalten ändern


Gesunde Ernährung: Die Diät, von der Sie gar nichts merken 
Wer kennt sie nicht, die gedankenlosen Essgewohnheiten – und den Ärger, der sich beim Blick auf die Waage einstellt? Brian Wansink, Professor für Marketing und Direktor des Food and Brand Lab an der Cornell University, hat anhand von originellen Experimenten herausgefunden: Mit wenig Aufwand können Sie Ihre Essgewohnheiten so verändern, dass Sie automatisch weniger und gesünder essen. Sein Motto: Die beste Diät ist die, von der Sie gar nichts merken.
Ihre persönliche SpezialdiätBeobachten Sie in den nächsten Tagen, in welchen Situationen Sie zu viel (Ungesundes) essen: bei den täglichen Mahlzeiten, beim Naschen zwischendurch, wenn Sie auf Festen feiern, im Restaurant essen oder vor lauter Stress nicht richtig zum Essen kommen und sich stattdessen „irgendwie“ ernähren. Am wirkungsvollsten sind Veränderungen für eine gesunde Ernährung, die genau dort ansetzen.
Augen statt Magen Forschungsergebnis: Das Sprichwort „Die Augen sind größer als der Magen“ stimmt nicht. Ihr optischer Eindruck ist eine gute Kontrolle für Ihre Essensmenge.
Tipp: Geben Sie Ihren Augen die Möglichkeit, auf einen Blick die Gesamtmenge Ihrer Mahlzeit zu sehen. Stellen Sie nicht Schüsseln und Platten auf den Tisch, sondern bereiten Sie den Teller mit Ihrer Gesamtportion in der Küche vor. Essen Sie Kekse & Co. nicht direkt aus der Packung, sondern platzieren Sie die Menge, die Sie essen möchten, auf einem Teller.
Ändern Sie die Größenverhältnisse
Forschungsergebnis: Je größer die Verpackung, aus der Sie sich bedienen, desto mehr essen Sie. Das Gleiche gilt auch für Teller (je größer) und Gläser (je bauchiger).
Tipps: Wenn Sie Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Cornflakes oder Zucker in Familienpackungen kaufen, füllen Sie sie in kleinere Behältnisse um (die lassen sich auch besser verschließen als angebrochene Originalverpackungen). Verzichten Sie auf riesige Teller und bauchige Alkoholgläser. Wenn Sie nicht in neues Geschirr investieren möchten: Verwenden Sie für Ihre alltäglichen Mahlzeiten die nächstkleinere Größe, also für die warme Mahlzeit den Abendbrotteller.

Essensbarrieren

Forschungsergebnis: Je leichter zugänglich das Essen ist, umso mehr konsumieren Sie, unabhängig vom Hunger.
Tipps: Platzieren Sie Schüsseln und Platten zum Nachnehmen mindestens 2 Meter vom Esstisch entfernt. Lagern Sie das, was Sie besonders in Versuchung führt (Erdnusschips, Cornflakes, Schokokekse), möglichst unerreichbar, etwa im Küchenschrank oben hinten. Machen Sie umgekehrt alles gesunde Essen zum leicht erreichbaren Blickfang (z. B. prächtige Obstschale in der Tischmitte, geputzte Karotten zum Knabbern am Arbeitsplatz).
Neue Muster
Forschungsergebnis: Wenn sich Menschen in Gesellschaft befinden, folgen viele dem Muster: „Ich esse so lange, bis alle fertig sind oder kein Essen mehr da ist.“ Oder: „Im Restaurant bestelle ich so viele Gänge wie die anderen am Tisch.“
Tipp: Finden Sie ein neues Muster für sich, etwa: „Ich fange stets als Letzter zu essen an.“ „Ich nehme erst wieder nach, wenn sich einer der Langsam-Esser erneut bedient.“ „Ich nehme beim 2. Mal nur noch Gemüse, nicht mehr Fleisch, Soße oder Nudeln.“
Genießen Sie
Forschungsergebnis: Viele Menschen greifen bei Frust oder in Feierlaune zu bestimmten, meist ungesunden Genussmitteln. Mit diesem Essen sind in der Regel (unbewusste) Erinnerungen verbunden: die Geborgenheit der Kindheit, ein besonderes Ereignis oder eine intensiv erlebte Lebensphase.
Tipp: Um gesünderes Essen zu Ihrem bevorzugten „Genuss für gute Laune“ zu machen, müssen Sie es zunächst mit positiven Erlebnissen verknüpfen. Beispiel: Wenn Sie Erfolge ab sofort mit einem extra knackigen Apfel oder süßem Obstsalat feiern, schaffen Sie es bei Frust leichter, sich damit wieder aufzubauen – und nicht mit einem Schokoriegel.
Kleine Schritte – große Wirkung Am leichtesten nehmen Sie ab, wenn Sie auf Dauer nur 100 bis 200 Kalorien weniger am Tag konsumieren. Diese Reduzierung werden Sie kaum bemerken – außer am Gewicht.
Nehmen Sie sich 3 kleine alltägliche Veränderungen vor. Beispiel:
1. Keine Riesenpackungen in der Küche.
2. Immer als Erster mit dem Essen aufhören.
3. Warmes Essen in der Küche portionieren.
Hängen Sie eine Liste mit diesen 3 Zielen in der Küche auf, und kreuzen Sie jeden Tag an, welche Veränderung Sie mit Erfolg durchgeführt haben. Schließen Sie mit sich selbst kleine Verträge ab, etwa: „Einen Nachtisch gönne ich mir in der Kantine nur, wenn ich mir abends einen Salat zubereite.“
Brian Wansink, Mindless Eating. Why we eat more than we think. Bantam Dell, New York 2007, ISBN-10: 0345526880. Das Buch enthält nicht nur viele weitere gut umsetzbare Tipps, sondern ist eine äußerst amüsante Lektüre über Wansinks Experimente zum Thema Essensgewohnheiten.
Autor: Tiki Küstenmacher



Sonntag, 12. Juni 2016

Robert Milner - positive gundog training (positives Jagdhundetraining 3x schneller)


(für die deutsche Übersetzung bitte bei mir nachfragen)
http://www.fetchpup.com/2016/05/02/positive-training-produces-great-gundogs/#header-toggle-sidebar







Positive Training Produces Great Gundogs – Three Time Easier to Learn; Three Times Faster to Execute


Buccleuch Ultra
After 9/11, I was tasked to rebuild a FEMA disaster search dog program in need of reworking. To begin I recruited 15 dog handlers of whom more than 50% were police and firefighters so that we got an emergency response culture. Then I bought young adult Labrador Retrievers and placed one with each handler. The dog lived with, and was trained by his handler. I trained the handlers to train the dogs. I had them 2 to 3 sessions per week for 2 ro 3 hours.
I started off with traditional compulsion training which was all that I knew at that time. After about 3 months I looked at our progress records and determined that at the rate we were going, it was going to take 18 months to get the team operational. In the world of emergency operations that is way too long. I had to find a faster training model. I looked around for a leading edge animal training program and found the US Navy’s Marine Mammal Training program. They were training dolphins to detect tethered anti-submarine mines several hundred feet beneath the ocean’s surface. The dolphins also had to conduct their searches through and around schools of fish. Since fish is their natural diet and also serves as the dolphins’ training rewards, the behavior being trained was very difficult. They are trained entirely with B.F. Skinners operant conditioning with positive reinforcement. I picked it for my search team.
The dog adaptation of B.F. Skinner’s positive training model is popularly termed clicker training. I adopted it and started training dogs and handlers to the new model. I loaded all the handlers on an airplane and we attended a national three-day clicker training seminar consisting of presentations from world class experts. I also followed up by bringing in two of these experts to conduct individual coaching with the handlers. The end result was the drastic reduction of the dog/handler training time. It went from 18 months to 6 months, a 300% reduction. That told me the positive training model is 3 times easier for novice trainers to master.
I have spent the past 10 years developing a training model that adapts the B.F. Skinner positive training model to retriever gundogs, and I have a come up with a very simple, workable model. I have used it on over 100 gundogs dogs very successfully, and have been teaching it to novice trainers with great success.
For a high probability of success with the training model there are two prerequisites:
(1) Fluency at coming when called – The dog should come on one cue (or command) consistently from 30 yards, even in the presence of moderate distraction. A good place to check this out is to train the distraction part in a dog park where there are plenty of other dogs. When your dog comes consistently on cue from thirty yards when there are other dogs running around, then he is fluent at recall in a moderate distraction environment.
(2) Fluency at Delivery to hand – the dog should consistently deliver to hand.
Deficiencies in these two behaviors usually stem back to punishment that was unknowingly or inadvertently or accidentally delivered. Neither the how nor the why is relevant. The quickest fix is to give the dog lots of payments (highly desirable treats) for coming to you. If delivery to hand is a weakness, make sure you give the payment when the dog is all the way to you; his nose is within an inch or so of your leg.
Here is the training model:
1. Dummies before birds – Train the dog with dummies. Canvas is better. Canvas dummies are comfortable for the dog to carry and promote delivery to hand. When the behaviors are well established and fluent with dummies in the face of distraction, then you can work the dog on birds and have a low probability of encountering problems. Birds are simply a fairly high distraction level. Save them until the behaviors are fluent in moderate to high distraction levels. Then working with birds will not create problems.
2. Blinds before marks –  A blind retrieve is the retrieve of a bird which the dog has not seen fall. Marked retrieves are of birds that the dog has seen fall. The dog’s ancestors possessed an innate ability to go catch and eat a bird he saw land in a distant field. If he did not have this innate talent, then he died. Dog’s need very little training on this inherited marking behavior. However, because they trigger such a powerful primary instinct, marked redtrieves are very disruptive to the training of the gundog’s self-control, impulse control and manners. Marked retrieves are like crack cocaine. If the dog has not found out how intoxicating marks are, then whistle stops and hand signals are much more easily trained, and the dog will like these control behaviors much more. Do not wake the sleeping monster of marked retrieves until the dog already fluent on blind retrieves.
3. Steadiness is primary – A gundog’s primary job is to enhance his owner’s outdoor experience. That means he must be obedient and steady and calm when 100 ducks are working, duck calls are blaring and 6 shooters are shooting. During such periods of extreme excitement the gundog should be sitting calmly waiting for instructions. A blind filled with excited hunters and loaded guns is not the place for an over-excited, on-the-edge-of-out-of-control gundog.
The trick here is to let the dog learn from puppyhood that calmness pays (with a retrieve).
The dog should get no marked retrieves without a wait of at least three minutes as this is the average dissipation time of the neurochemicals that produce the excited emotional state. Sending the dog when he is calm applies the payment of the retrieve to the emotional account of calmness. To further promote calmness and steadiness, pick up most of the seen falls in training yourself.
4. Long unseen cripple – This is the gundog’s conservation function. This is blind retrieves and hand signals. When there are 4 dead ducks down out front of the blind with a wing-tiipped cripple down 125 yards off to the left, the dog needs to go get the cripple first, before that bird has a chance to swim off and escape, only to die later. This is the gundog’s most important job. This behavior is easily trained as a chain ending in a retrieve reward. Breaking it down to its three elements and training them looks like this:
a. Go out without the lure of a fall:
This is the easiest part of the exercise. Simply take the dog with you to place the dummy. He has an innate propensity to go back to the place you left it. After placing the dummy, walk with the dog 10 or 15 yards back whence you came. Turn and send him for the dummy. Then lengthen to 30 yards. He should be going 30 yards with alacrity and confidence within 3 to 5 training sessions. Mark the locations that you are sending the dog from and the location of the dummy for these memory retrieves so that you can accurately use the same setup for a number of upcoming sessions. Then you can progress to whistle stopping.
b. Stop/look on whistle:
Note that sitting is not mentioned in the behavior description. Sitting is not necessary for a dog to accomplish blind retrieves. In fact sitting leads frequently to complicating the exercise. When the whistle blows, the dog stops and looks, and the trainer gets in a fight with the dog about sitting. To the dog, the fight is a punishment for stopping.
Note also that a dog’s ears are 4 times more sensitive than a person. A dog can hear at 100 yards a sound that you can barely hear at 25 yards. Keep the whistle volume very low when the dog is close to you and when he is inside 40 yards or so. Then you will accustom him to respond to the volume he will hear when he is at 300 yards and you are blowing loudly.
The whistle stop/look is very quick and easy to train, and a tennis ball is an excellent reward with which to pay the dog. To most retrievers a tennis ball is higher in value than a dummy. Take a tennis ball and make a ¼ in hole through it with a drill. Take a piece of wire 8 inches long, bend in middle to a V shape. Lay a short length of 3/8 rope across the V. Poke the two ends of the wire thru the ball and pull the rope thru. Put a knot at each end of the rope so that a 6” to 8” “tail” extends from the tennis ball. This tail gives you great leverage for longer distance throws. Practice the throwing to insure that your motor skills are up to the task of making a well timed 30 yard throw, before you use it with the dog.
Simply take a walk with pup off leash, encourage him to get ahead of you.
When he gets 10 to 20 feet away from you, watch his eyes carefully and toot the whistle. When he looks at you pay the look with a throw. Then go for 30 or 40 feet. Your payment throws should soar well past the dog so that they pull him away from you. Your objective is to pay stop/look about 5 or 6 times and have the dog responding out to 30 yards. Be careful not to overdo the payments or you will create a popping (looking to you without a whistle toot) behavior. Too many short payment throws can also contribute to a spinning behavior.
One or two sessions should be enough to have pup stopping and giving a crisp turn to look at you upon a whistle toot. Then you will have the tools to complete the long unseen cripple exercise. After that it is a matter of maintaining a balance of payments. When pup is not stopping well, he needs a payment or two. If he starts spinning or popping he needs a reduction of payments and a lengthening of the payment throw..
c. Take a Directional Cast
Respond to directional cast by Leaving area of marked fall and take cast toward the long unseen fall to move the dog’s hunt over to the appropriate hunting area.
Here is where you put it all together. Take pup and place the long unseen. Then with pup, walk back 30 yards. Sit pup and walk out 15 yards on an azimuth at least 30 degrees off of the line to the placed unseen. Stop and sequentially throw two dummies with good loft and distance so that pup is quite interested in them. (If pup is sitting on a place board back at the starting point then it is easier for him to stay). Pick up the two throws. This makes it very difficult for pup to botch this exercise. Go back to pup and send him toward the marked falls that have been picked up.
When he gets to the area of fall, give whistle toot. When the dog looks, walk the direction that you want him to go. You may have to give that whistle toot several times and the walking cue several times to get him to the placed unseen dummy. It may be pretty ragged the first couple renditions, but that is ok. We are letting pup learn that he gets paid better when he hunts where you want him to after a whistle stop and cast. It generally takes a few sessions for pup to get it.
Over a few lessons you should also fade the walking cue from 4 or 5 steps to one step with a hand signal, and then a half step with a hand signal. The casts are right, left and back. A back cast should be given with your hand extended straight up high to make it easy for the dog to distinguish from the right and left casts.
When the dog has mastered the three element behavior chain he can be pronounced proficient on the exercise of the long unseen cripple. Then add distractions. For example, add shots on the thrown marks that you will pick up…..add a kid bouncing a basket ball…..add a guy tossing a dummy for another dog….. etc. The key is to add distractions at low level and gradually increase. For example, start the kid with bouncing basket ball at a distance of 50 yards and move him closer gradually as fast as your dog’s performance will allow. Distance is great for damping level of most distractions. Start the distraction at a long distance and gradually move it closer at a rate governed by the student dog’s success.
When the dog is proficient at a moderate level of distraction then move your initial setup to a different field and do it again. Always remember that the trainer’s job is not to test, but to set up the exercise so that the dog will succeed. Thus the initial run should be set at a simple enough level that you are confident of pup’s success. Then start ratcheting up complexity and distraction level at increments such that the dog continues to succeed. When pup is proficient in the second location, move again to a third location with initial simplification and building back up the distraction level.
When you have moved the training setup of the long unseen cripple to 4 or 5 different locations pup should be getting very good. Then you can try him on simple cold blinds where you have not taken him with you to plant them. When he is good at that, add back the diversion marks. At this point you can probably start leaving the diversion marks laying where they fall and feel confident that you can handle pup away from them to fetch the long unseen. After pup is proficient on land, take the exercise to the water.
Your goal is to get the dog proficient in a high distraction environment in four or five different locations. Then the dog should be ready for most situations.
To recap this training model, the objective is to not line the blind. You want a high frequency of occurrence of the behavior chain: Go out…..stop/look…….take cast……get reward (dummy or bird). You do not want pup to line the blind
Every time pup lines the blind he is getting paid to not to stop on a whistle. The higher the frequency of occurrence of lining the blind; the less prone pup will be to stop on the whistle.
The same principle applies to marked retrieves. There is no whistle stop in the behavior chain of retrieving a seen fall.
The key to getting whistle stopping responsiveness at a distance is to crank up the distraction level in the 30 yard zone where you have control of payment delivery. When pup is fluently stopping at the 30 yard distance in a high distraction environment, then he will stop fluently at a 150 yards in a moderate level distraction environment.
Try this training model on a young dog that has had very few marked retrieves and you should have him handling on blind retrieves to150 yards in 3 to 5 months of training.


Montag, 30. Mai 2016

Angsthunde - Deprivation

Bei ängstlichen Hunden denkt man gerne, die müssen etwas Schlimmes erlebt haben, aber es gibt auch ängstliche Hunde, die Angst haben, weil sie von der 3.-12. Lebenswoche gar nichts erlebt haben....
Gerade solche Hunde gibt es aus dem Auslands-Tierschutz. Dort werden die Hunde aufgegriffen oder gerettet, die keinen Menschenkontakt hatten, nie eine Stadt oder eine Wohnung von innen kennengelernt haben und sich jetzt über das deutsche Familienleben freuen sollen.
Da das Gehirn der Hunde in der sensiblen Phase diese Umweltreize nicht kennengelernt haben (Deprivation), ist es nur über Jahre möglich, den Hund an diese neue Lebensweise zu gewöhnen, ohne dass er mit Fluchttendenzen und panischem Verhalten reagiert. Und er wird nie ein normaler freundlicher kuscheliger Familienhund werde. Wenn man dies berücksichtigt, kann man dem Hund in einer gewissen Weise ein hundefreundliches, auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Leben in Deutschland ermöglichen.
Hier ist eine tolle Webseite zu diesem Thema:www.angsthund.de

PS: Angsthunde die ausgebüchst sind, darf man nie aktiv suchen, da sie in ihrer Panik immer weiter weglaufen werden. Wenn diese Hunde nach ein paar Tagen aus ihrer Panik erwachen, bemühen sie sich (meistens in den frühen Morgenstunden) wieder zurück zu ihrer Wohnung zu laufen und stehen dann vor der Tür.
PPS: auch mit Angsthunden kann man natürlich trainieren, gerade durch gemeinsam gelöste Aufgaben entsteht Vertrauen. Eine tolle Möglichkeit ist dafür die Nasenarbeit und das Mantrailen.